Virtuelle Wiener Geschichten

May 7th, 2012

Mit der Facebook-Zeitmaschine in die Vergangenheit. Otto Wagner hat die Stadtbahn gebaut. Warum ich das weiß? Weil er sie mit hübschen grünen Abtrennungen eingezäunt hat, die Sonnensymbole zeigen. Ein Merkmal, auf das mich meine Mutter hinweist seitdem ich denken kann. Und aus genau dem selben Grund heißt der Club U bei mir auch immer noch Otto Wagner Pavillion. Club U ist von mir aus die Retro-Diskothek, die sich im Untergeschoß befindet. Oben regieren K&K Atmosphäre und prächtige Jugendstil-Architektur. Dass Otto Wagner auch das Postsparkassengebäude erbaut hat, weiß ich hingegen erst seit kurzem (shame on me). Genau genommen seitdem ich die ForeverWien Facebook Gruppe verfolge.

Otto Wagners Stadtbahnzaun im Frühsommer.

Otto Wagners Stadtbahnzaun im Frühsommer.

Zunächst war es mir ja sehr suspekt. Maria Theresia, Kaiserin Sisi und ihr Franz, Sigmund Freund, Egon Schiele und andere Wiener Celebrities aus der Jahrhundertwende sind mittels eigener Facebook Profile in der Gruppe zum Leben erwacht. Kindisch. Absurd. Gewöhnungsbedürftig. Aber auch amüsant. Und interessant. Und wenn man sich ein wenig damit beschäftigt auch noch lehrreich. Und ehe man sich versieht, war ich in den Bann gezogen. Schließlich erzähle ich meinen Besuchern in Wien seit Jahren die gleichen Stories von Maria Theresias Leibarzt, der Geschichte hinter dem Stock im Eisen und wenn wir am Stephansdom vorbeikommen auch noch die des Baumeisters, den der Teufel geholt hat. Kurz – großteils alles was heute noch in meinem Merkbuch aus Volkschulzeiten steht und sich doch tatsächlich als “merkenswürdig” (oder: “merkbar”) herausgestellt hat.  Read the rest of this entry »

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