Rotwein und Baguette, der rote Faden auf meinen Reisen

Aus einem nicht erforschten Grund verbinden zwei Gegenstände einige meiner besten Reiseerinnerungen: Baguette und Wein. Und zwar reichlich davon.

Die jungen Wilden

Angefangen hat es mit dem schwedischen Pärchen, das mich damals besucht hat. Martin und Veronika waren ein Jahr älter, bereits mit der Schule fertig und per Interrail auf Wien-Besuch. Die beiden waren frisch verliebt und lebten von der Luft und der Liebe. Und ab und zu einer Pizzaschnitte. Eines Abends fragt ich sie was sie so gemacht haben und sie zeigten mit bemalte Skizzenbücher mit Umrissen von Gebäuden. Im Park vor der Hofburg sind sie den halben Tag gesessen, haben Wein getrunken und Baguette gegessen. Und dabei haben sie wahrscheinlich mit von der Stadt wahrgenommen als wenn sie hektisch von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gestürzt wären

Paris im Herbst

Jahr später war ich bei einer Freundin in Paris zu Besuch. Zunächst alleine und dann übers Wochenende mit meinem damaligen Freund. Wir sind durch die Straßen geschlendert, haben versucht das romantische in Paris zu finden und hatten die schönsten Stunden auf einer Stiege mitten in der Stadt, von der aus wir den Verkehr beobachtet haben. Eine Flasche Wein und ein Baguette in der Hand. Und weil das Konzept so gut funktioniert hat, haben wir das ganze gleich noch mal am nächsten Abend von den Stiegen in Montmartre wiederholt. Und am nächsten, vorm als wir für das Moulin Rouge Paris Tickets kaufen wollten und keine mehr bekommen haben.

In Vino Veritas 

Da im Wein die Wahrheit liegt, und manchmal auch ein wenig Lüge und Übermut, hat sich diese Kombi standhaft gehalten. Egal ob am Picknicktisch in Neuseeland, im Abendrot über Alice Springs in Australien oder in Hoi An in Vietnam (hier gibt es übrigens, dank dem französischen Kolonialismus, ganz vorzügliche gefüllte Baguettes).

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

share the love for this blog

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.